Es gibt inzwischen zahlreiche Projekte, die versprechen, für ungenutzte Rechenleistung, Internet-Bandbreite oder andere Ressourcen Belohnungen auszuschütten. Vieles davon klingt zunächst interessant – in der Praxis bleibt bei manchen Projekten allerdings wenig übrig.

Grass gehört für mich bislang zu den positiven Ausnahmen.

Ich nutze Grass selbst und kann daher aus eigener Erfahrung sagen: Die Anwendung funktioniert, läuft weitgehend unauffällig im Hintergrund und sammelt automatisch Punkte. Deshalb möchte ich mir Grass hier einmal genauer ansehen: Was ist Grass überhaupt, wie funktioniert das System, was bringen die gesammelten Punkte und kann man damit tatsächlich etwas verdienen?

Was ist Grass?

Grass ist ein sogenanntes DePIN-Projekt (Decentralized Physical Infrastructure Network). Vereinfacht gesagt stellen Nutzer einen Teil ihrer aktuell nicht benötigten Internet-Bandbreite zur Verfügung.

Diese Bandbreite wird innerhalb des Grass-Netzwerks genutzt, um öffentlich verfügbare Daten aus dem Internet abzurufen. Solche Daten können beispielsweise für KI-Anwendungen, Forschung und kommerzielle Datendienste benötigt werden.

Der interessante Punkt für den Nutzer:

Man muss dafür nicht ständig irgendwelche Aufgaben erledigen, Werbung anschauen oder Umfragen ausfüllen. Grass läuft nach der Einrichtung im Hintergrund.

Die eigene Beteiligung am Netzwerk wird über sogenannte Grass Points erfasst.

Wie funktioniert Grass?

Der Einstieg ist relativ einfach:

  1. Bei Grass registrieren.
  2. Grass auf einem unterstützten Gerät installieren.
  3. Gerät mit dem Grass-Netzwerk verbinden.
  4. Anwendung im Hintergrund laufen lassen.
  5. Grass Points sammeln.

Grass ist aktuell unter anderem für Windows, macOS, Linux und Android verfügbar. Zusätzlich gibt es eine Browser-Erweiterung.

Nach Angaben von Grass wird nur nicht benötigte Bandbreite verwendet. Der eigene Internetverkehr soll dabei Vorrang haben.

Grass Points: Uptime Points und Network Points

Das Punktesystem wurde gegenüber den frühen Versionen von Grass weiterentwickelt.

Heute gibt es im Wesentlichen zwei wichtige Arten von Punkten:

Uptime Points

Uptime Points erhält man dafür, dass ein Gerät mit dem Grass-Netzwerk verbunden und die Internetverbindung grundsätzlich für das Netzwerk verfügbar ist.

Das bedeutet: Auch eine dauerhaft verfügbare Verbindung spielt bei Grass eine Rolle.

Network Points

Network Points entstehen dagegen dann, wenn die bereitgestellte Bandbreite tatsächlich vom Grass-Netzwerk genutzt wird.

Dabei ist wichtig zu verstehen:

Nicht jeder Nutzer bekommt automatisch gleich viele Network Points.

Wie stark eine Verbindung tatsächlich genutzt wird, hängt unter anderem von der Nachfrage nach Bandbreite und vom Standort ab.

Grass verteilt hierfür täglich einen festen Pool von Network Points anteilig an die Nutzer, deren Bandbreite tatsächlich verwendet wurde.

Sind Grass Points bereits Geld?

Nein – und diese Unterscheidung ist wichtig.

Grass Points sollte man nicht mit einem Euro-, Dollar- oder Krypto-Guthaben verwechseln.

Die Punkte dokumentieren zunächst die eigene Beteiligung am Netzwerk und dienen als Faktor für spätere Rewards.

Deshalb würde ich auch nicht behaupten:

„1.000 Grass Points sind X Euro wert.“

So einfach funktioniert das System nicht.

Die tatsächliche Belohnung hängt von den jeweiligen offiziellen Ausschüttungen und deren Bedingungen ab.

Zahlt Grass wirklich aus?

Das ist einer der Punkte, durch den Grass für mich interessanter ist als viele andere Projekte dieser Art.

Grass befindet sich nicht mehr ausschließlich in einer Phase, in der Nutzer lediglich irgendwelche Punkte sammeln und auf eine mögliche zukünftige Belohnung hoffen.

Es hat bereits offizielle Reward-Verteilungen gegeben.

Für Stage 2 wurden beispielsweise Nutzer berücksichtigt, die zwischen dem 14. Oktober 2024 und dem 8. Juni 2026 Bandbreite zum Grass-Netzwerk beigetragen hatten.

Die Stage-2-Rewards wurden in USDC ausgegeben.

Damit gibt es bei Grass zumindest einen wesentlichen Unterschied zu vielen anderen Punkteprojekten: Es existieren bereits reale Ausschüttungen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass zukünftige Rewards garantiert sind oder dass sich aus einer bestimmten Anzahl an Punkten ein bestimmter Geldbetrag ableiten lässt.

Meine Grass Erfahrungen

Ich habe in letzter Zeit mehrere Projekte ausprobiert, bei denen man beispielsweise Bandbreite oder andere Ressourcen zur Verfügung stellt.

Grass funktioniert für mich dabei bisher mit am besten.

Der größte Vorteil ist für mich die Einfachheit.

Einmal eingerichtet, läuft Grass weitgehend im Hintergrund. Ich muss nicht täglich irgendwelche Aufgaben anklicken, Videos ansehen oder Umfragen durchführen, um Punkte zu erhalten.

Genau das unterscheidet Grass für mich von klassischen Paid4-Seiten.

Bei vielen solchen Angeboten steht der mögliche Verdienst in keinem vernünftigen Verhältnis zur investierten Zeit.

Bei Grass investiere ich dagegen kaum aktive Zeit.

Das macht das Konzept für mich deutlich interessanter.

Wie viel kann man mit Grass verdienen?

Diese Frage dürfte wahrscheinlich die meisten interessieren.

Eine seriöse pauschale Antwort gibt es darauf allerdings nicht.

Die Rewards können von verschiedenen Faktoren abhängen, beispielsweise:

  • wie lange Grass verbunden ist,
  • wie stark die eigene Bandbreite tatsächlich genutzt wird,
  • dem Standort bzw. der Nachfrage nach Bandbreite,
  • den gesammelten Grass Points,
  • möglichen Referral-Boni,
  • und den Bedingungen der jeweiligen Reward-Phase.

Wer Aussagen wie „Mit Grass verdienst du garantiert 100 Euro im Monat“ liest, sollte deshalb vorsichtig sein.

Grass ist aus meiner Sicht eher eine Möglichkeit, eine ohnehin vorhandene und bezahlte Internetverbindung zusätzlich zu nutzen.

Ich würde dafür keinen zusätzlichen Internetanschluss bezahlen oder teure Hardware anschaffen.

Wenn PC oder Smartphone ohnehin laufen und eine Flatrate vorhanden ist, sieht die Rechnung natürlich anders aus.

Wird das Internet durch Grass langsamer?

Grass gibt an, nur ungenutzte Internetkapazität zu verwenden und dem normalen Datenverkehr des Nutzers Vorrang einzuräumen.

Bei normaler Nutzung soll Grass daher möglichst unauffällig im Hintergrund arbeiten.

Trotzdem sollte man bedenken, dass tatsächlich Daten über die eigene Internetverbindung übertragen werden können. Wer beispielsweise einen Internetvertrag mit begrenztem Datenvolumen besitzt, sollte sich deshalb vorher genau überlegen, ob Bandwidth Sharing sinnvoll ist.

Bei einer normalen Internet-Flatrate ist dieser Punkt weniger problematisch.

Ist Grass seriös?

Ich würde Grass nicht einfach aufgrund eines Versprechens als seriös einstufen. Interessanter sind die überprüfbaren Punkte.

Grass besitzt ein funktionierendes Netzwerk, eine aktive Anwendung, ein transparent sichtbares Punktesystem und hat bereits Reward-Verteilungen durchgeführt.

Nach Angaben des Projekts nutzen mittlerweile mehr als 8,5 Millionen Menschen Grass.

Trotzdem bleibt Grass ein Krypto-/DePIN-Projekt.

Zukünftige Rewards sind nicht garantiert und Grass Points besitzen keinen festen Geldwert. Auch der Wert von Kryptowährungen kann erheblich schwanken.

Wer Grass verwendet, sollte es deshalb nicht als garantiertes Einkommen betrachten.

Datenschutz und Sicherheit

Beim Thema Bandwidth Sharing sollte man grundsätzlich genauer hinschauen.

Laut Grass werden über das Netzwerk Anfragen zu öffentlich verfügbaren Webinhalten verarbeitet. Auf persönliche Dateien, Passwörter oder den eigenen Browserverlauf soll Grass dabei nicht zugreifen.

Trotzdem gilt auch hier:

Wer einem Programm die Nutzung seiner Internetverbindung erlaubt, sollte sich vorher mit dessen Funktionsweise und Bedingungen beschäftigen.

Ich persönlich würde solche Anwendungen außerdem ausschließlich von der offiziellen Webseite herunterladen.

Für wen könnte sich Grass lohnen?

Grass finde ich vor allem für Nutzer interessant, die ohnehin einen PC oder ein Android-Gerät längere Zeit eingeschaltet haben und über eine Internet-Flatrate verfügen.

Wer dagegen zusätzliche Hardware nur für Grass kaufen oder zusätzliche Stromkosten verursachen müsste, sollte vorher genau rechnen.

Der eigentliche Vorteil liegt meiner Meinung nach darin, dass Grass nach der Einrichtung kaum aktive Aufmerksamkeit benötigt.

Es ist kein klassischer Nebenjob.

Man stellt vielmehr eine bereits vorhandene Ressource zur Verfügung und erhält dafür die Möglichkeit auf Rewards.

Grass ausprobieren

Wer Grass selbst ausprobieren möchte, kann sich über meinen Einladungslink registrieren:

https://app.grass.io/register?referralCode=Ln4xtLQbqHI5hF-

Hinweis: Dabei handelt es sich um einen Referral-Link. Wenn du dich darüber anmeldest und Grass nutzt, kann ich dafür einen Bonus bzw. zusätzliche Punkte erhalten. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.

Mein Fazit zu Grass 2026

Von den verschiedenen Projekten rund um Bandwidth Sharing und passives Sammeln von Rewards gehört Grass für mich derzeit zu den interessanteren Angeboten.

Vor allem gefällt mir, dass ich nicht permanent aktiv sein muss. Grass läuft im Hintergrund und die Beteiligung wird automatisch erfasst.

Noch wichtiger ist für mich aber, dass Grass inzwischen über die reine Punkte-Sammelphase hinaus ist und bereits tatsächliche Reward-Verteilungen durchgeführt wurden.

Trotzdem sollte man realistisch bleiben.

Grass ist keine Möglichkeit, schnell reich zu werden und auch kein garantiertes passives Einkommen.

Wer jedoch ohnehin eine Internet-Flatrate besitzt und seine ungenutzte Bandbreite zur Verfügung stellen möchte, kann sich das Projekt meiner Meinung nach ansehen.

Ich werde Grass weiterlaufen lassen und beobachten, wie sich meine Punkte und die kommenden Rewards entwickeln.

Sobald es neue Ausschüttungen oder größere Änderungen am Grass-System gibt, werde ich diesen Erfahrungsbericht entsprechend aktualisieren.

Von Markus

**Hallo und herzlich willkommen!** Mein Name ist Markus, ich bin glücklich verheiratet und stolzer Vater von zwei wundervollen Kindern. Seit 2015 beschäftige ich mich intensiv mit Bitcoin und den verschiedensten Plattformen rund um dieses spannende Thema. In diesen Jahren habe ich viele Bitcoin-Seiten kommen und gehen sehen. Auf dieser Seite möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen und euch einen Einblick in die faszinierende Welt von Bitcoin geben.

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